Seit 30 Jahren in Stadtsteinach
Dekan Jerzy
Wazny hat auch bei seinem diesjährigen Aufenthalt die Herzen der Stadtsteinacher
wieder im Sturm erobert und für den Glauben geöffnet. Viele Stadtsteinacher
nutzten die Gelegenheit, um sich von dem polnischen Dekan Messen lesen zu
lassen, um Gottesdienste zu besuchen. Und natürlich war beim letzten
Gottesdienst in Stadtsteinach in der Marienkapelle kaum ein Plätzchen leer, so
viele Gläubige waren gekommen. Schließlich hatte Dekan Jerzy Wazny versprochen,
auch in diesem Jahr wieder seine Gitarre auszupacken und das Lied von der
berühmten Schwarzen Madonna aus Tschenstochau anzustimmen. “Besonders gerne“,
freute sich der Dekan und erklärte, dass genau am 26. August – im Jahre 1656 die
Schwarze Madonna im Paulinerkloster auf dem “hellen Berg“ Jasna Góra zur “Regina
Poloniae”, der Königin von Polen erklärt worden war. Die Stadtsteinacher sangen
das Madonnenlied in deutsch, der Dekan stimmte die Strophen auch in polnisch an.
Und Eberhard Kraus hatte zum Abschied sogar noch eine Extra-Strophe gedichtet –
in der die Beliebtheit des polnischen Geistlichen und die Verabschiedung im
Mittelpunkt stand. Doch das war nicht die einzige Überraschung. Die Ministranten
hatten zum Abschied ein kleines Modell der St. Michael-Kirche gebastelt und
überreichten dies dem polnischen Dekan als Andenken. Denn vor dreißíg Jahren kam
Dekan Jerzy Wazny zum ersten Mal nach Stadtsteinach, seitdem war er viele, viele
Mal in Franken.

Gleich im
Anschluss an den Gottesdienst machte sich der Dekan auf die elf Stunden lange
Fahrt nach Lublin. Doch die lange An- und Abreise waren ihm sein Aufenthalt in
Stadtsteinach wert. Und Jerzy Wazny kommt gerne wieder, versprach er.
Sonny Adam