Pilgerfahrt der Pfarrgemeinde St. Michael
vom 4.9. - 9.9.2007 nach ROM
Unter Leitung
von Pfarrer Hans Roppelt und Marianne Hattinger starteten 35 Pfarrangehörige ab
Nürnberg mit dem Flugzeug nach Rom -einer der faszinierenden Städte Europas.
Am späten
Abend kam die Reisegruppe dort an und wurde von der Reiseleitung in Empfang
genommen und durch das nächtliche Rom fuhr man ins Hotel Casa Bonus Pastor,
einem Haus, das zum Vatikan gehört und direkt an der Mauer des Vatikans, an der
Via Aurelia lag. Nach dem Abendessen saß man noch gemütlich beisammen.


Am Mittwoch
stand früh die Papstaudienz auf dem Programm. Nach dem Frühstück ging es zu Fuß
in wenigen Minuten zum Petersplatz. Alle, die zum ersten Mal in Rom waren,
beeindruckte die Größe des Platzes.
Nach der
üblichen Sicherheitskontrolle hatte man vorne schöne Sitzplätze - neben den
Diözesanwallfahrern aus Bamberg, die mit über 500 Personen angereist waren -
erhalten. Bei strahlendem Wetter begann die Audienz um 10.00 Uhr und war gegen
12.00 Uhr zu Ende. Papst Benedikt begrüßte auch die Pfarrei St. Michael
Stadtsteinach. Die Teilnehmer machten sich lautstark bemerkbar.
Der
Nachmittag war zur freien Verfügung. Der größte Teil der Gruppe besuchte die
nahegelegene Engelsburg deren Besichtigung einige Stunden in Anspruch nahm.
Dieses Grabmal des Kaisers Hadrian (17-138) verwandelte sich im Lauf der
Jahrhunderte in eine Festung, dann in einen Kerker und zuletzt in ein Museum.
Seit dem Mittelalter aber fungiert es als Wahrzeichen Roms. Von den vielen
Fenstern der Burg und vor allem von den Terrassen boten sich herrliche Ausblicke
in alle Richtungen auf Rom. Am späten Nachmittag ging es noch auf die Piazza
Navona. Sie gilt als eine der interessantesten Plätze der Welt. Die Form des
Platzes - ein lang gestrecktes Rechteck -geht auf das antike Stadion des
Domitian zurück.
Berühmt
geworden aber ist die Piazza Navona durch ihre Brunnenanlagen. Leider war der
von Bernini 1651 erbaute Vierströmebrunnen eingerüstet und man konnte nur den
Mohrenbrunnen und den Neptunbrunnen bewundern. Zum Abschluss wurde das Pantheon
besichtigt. Dieser einzige vollständig erhaltene Kuppelbau der Antike geht auf
einen von Agrippa, dem Freund und Schwiegersohn des Augustus, gestifteten Tempel
zurück, der 27 v. Chr. geweiht wurde .Das Pantheon ist ein Rundbau mit einer
großen Vorhalle mit 16 rosa und grauen Granitsäulen korinthischer Ordnung. Die
Kuppel hat einen Durchmesser von 43,30 m und ist oben offen. Die Pantheon-
Kirche ist auch die Walhalla berühmter italienischer Persönlichkeiten.
Nach der
Morgenandacht in der hoteleigenen Hauskapelle wurde mit dem Linienbus zur
Piazza Venetia gefahren, wo uns Reiseleiterin Viviana erwartete um uns heute
das Antike Rom zu zeigen. Zuerst ging es zum Forum Romanum und den Palatin mit
den Ruinen der kaiserlichen Palastanlagen. Das flavische Amphitheater „Colosseum“
eines der großartigsten Bauwerke der Antike, das heute noch in größeren Teilen
erhalten ist, wurde von außen besichtigt. Hier fanden jahrhundertelang grausame
Gladiatorenspiele und andere Volksbelustigungen statt. Später diente es als
Steinbruch für Bauten des Mittelalters. Das größte Theater der römischen Welt
misst ungefähr 50m, der große Durchmesser der Ellipse 188 Meter. Es fasste 50
bis 70000 Zuschauer.
Am Nachmittag wurden die Patriarchalkirchen St. Paul
vor den Mauern, die Laterankirche und St. Maria Maggiore besichtigt. St. Paul
vor den Mauern - sie war bis zum Neubau der Peterskirche nicht nur die größte,
sondern auch die schönste Kirche Roms, reich mit Mosaiken und Malereien
geschmückt. Seit dem 5. Jh. wurden hier die Porträts der Päpste in Medaillons
oberhalb der Säulen angebracht. Mit der Zeit wurde der Platz knapp und der
Legende nach soll das Weltende kommen, wenn kein Papstporträt mehr angebracht
werden könne. Da auf dem Fries nur noch vier Plätze frei waren, schaffte man
Raum für zwei Dutzend Medaillons, so dass die Welt vorläufig gerettet ist. Auch
einen der schönsten Kreuzgänge kann man hier bewundern.
Die
Laterankirche gilt als eine der ältesten christlichen Kirche Roms. Sie ist eine
der sieben Hauptkirchen und die eigentliche Papstkirche, d.h. Bischofskirche des
Papstes als Bischof von Rom. Basilika und Lateranpalast sind ein Teil des
Vatikanstaates und folglich nicht italienisches Staatsgebiet. Die vergoldete
Kassettendecke stammt aus dem 16. Jh. Seit alter Zeit hochverehrt sind die
beiden Reliquien über dem Hochaltar. Hier sollen sich die Schädel der Apostel
Petrus und Paulus befinden.
Der Besuch
der Kirche Santa Maria Maggiore war der Abschluss an diesem Tag. Der Legende
nach ließ sie Papst Liberius erbauen, als im August auf dem Esquilin Schnee
fiel und zwar genau in der Form eines Kirchengrundrisses. Das Schneewunder-Fest
wird noch heute am 5. August gefeiert. Die prachtvolle Kassettendecke wurde mit
dem ersten Gold ausgelegt, das Christopher Kolumbus aus Amerika mitgebracht
hatte. In einer der Seitenkapellen feierten die Rom-Pilger mit Pfarrer Roppelt,
Pfarrer Lachnit und Pfarrer Spindler, die ebenfalls an der Pilgerreise
teilnahmen - Gottesdienst.
Nach der Morgenandacht wurde am nächsten Tag das
Klassische Rom erkundet. Von der Piazza Venetia aus ging es durch die Altstadt
zum Fontana die Trevi, dem berühmtesten Brunnen Roms. Der Brunnen ist nicht nur
eine Sehenswürdigkeit, er gilt seit dem Film „La Dolce Vita“ 1960 als Kultplatz.
Woher der Aberglaube stammt, dass man eine Münze in das Wasser werfen muss, um
die Rückkehr nach Rom zu sichern, ist nicht bekannt. Aber Jung und Alt wollten
eine Münze riskieren. Vor allem am Abend kommen viele Besucher hierher um den
angestrahlten Brunnen zu bewundern. Eines der vielen Zentren Roms ist die Piazza
di Spagna mit der Spanischen Treppe, dem Brunnen und der Kirche S. Trinitá die
Monti. Hier vom Kirchenvorplatz hat man einen besonders schönen Blick über Rom.
In der gegenüberliegenden Via Condotti sind alle berühmten Modehäuser der Welt,
mit entsprechenden Preisen, vertreten .In dem in dieser Straße gelegenen
traditionsreiche Café Greco, haben bereits Goethe und viele bekannte Musiker wie
Mendelsohn, Liszt und Wagner ihren Kaffee von den Kellnern im Frack servieren
lassen Die Mittagspause wurde auf der Piazza Navona gehalten. Hier konnte man
das bunte Treiben der vielen Touristen anschauen. Am Nachmittag wurde der
Stadtteil Trastevere, jenseits des Tibers, besucht. Er gilt als das teuerste,
aber auch das volkstümlichste Viertel. Durch romantische enge Gassen ging es zur
großen alten Kirche Santa Maria in Trastevere. Sie liegt an einem malerischen
Platz mit einem Brunnen von Carlo Fontanas. Sie ist die älteste Marienkirche
Roms. Das dreischiffige Innere ist mit Säulen aus den Caracallathermen
ausgestattet. Die Apsis mit Mosaiken aus dem 12. Jh. stammen von Cavalli.
Weitere bedeutende Kirchen sind Santa Cecilia in Trastevere, S. Francesca à
Ripa und S. Pietro in Montoné. Am vorletzten Tag waren das Vatikanische Museum
und die Vatikanische Nekropole an der Reihe. Viele Hunderte Besucher warteten
schon in aller Frühe am Eingang. Höhepunkt war die Besichtigung der Sixtinischen
Kapelle.
Da hier keine Erklärungen sein dürfen, erläuterte
Reiseleiterin Viviana an einer Schautafel das Innere der Kirche. Sie wurde als
Hauskapelle für Papst Sixtus IV (1475 - 81) erbaut. Die Sistina ist heute die
Palastkapelle des Vatikans. Hier findet auch die Papstwahl statt. Dann folgte
die Besichtigung der Peterskirche, deren erste Kirche nach der Überlieferung von
Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostelfürsten Petrus errichtet worden war.
Die Kirche bietet 60 000 Gläubigen Platz. Für alle, die das erste Mal in Rom
waren, ein überwältigender Eindruck. Eine sehr interessante Führung konnte man
am Nachmittag erleben. Die Vatikanischen Nekropolen, die unterhalb der Grotten
liegen, wurden erst zur Zeit Pius XII ausgegraben. Der Papst ließ damals das
Petrusgrab suchen. Es kamen 22 Mausoleen und zwei Gräber zum Vorschein. Diese
Nekropolen sind erst seit 2002 für Besucher zugänglich. Man kommt am Ende im
Petersdom heraus. Zuletzt wurde noch die Kuppel des Petersdomes erstiegen. Ein
herrlicher Blick auf Rom begeisterte alle. Am letzten Tag wurden die Domitilla
Katakomben besucht. Hier feierten die 3 Geistlichen mit der Pilgergruppe einen
Gottesdienst. Auf dem Rückweg wurde noch die Freizeit genutzt, um in der Stadt
zu Mittag zu essen. Am späten Nachmittag erfolgte der Bustransfer vom Hotel zum
Flughafen um mit Air Berlin zurück nach Nürnberg zu fliegen. Dort wartete
bereits der Bus, um die Teilnehmer zurück nach Stadtsteinach zu bringen.
Alle waren
von der sehr gut organisierten Reise begeistert.
Marianne
Hattinger