Kirchen und Klöster in der Wachau –
Burgenland und der Steiermark
Die
diesjährige Fahrt der Pfarrgemeinde St. Michael Stadtsteinach führte nach Wien,
ins Burgenland und nach Mariazell in der Steiermark.
Bei herrlichem Wetter ging es über Regensburg,
Passau, Melk und durch die Wachau zum Benediktiner-Stift Göttweig. Das auf einem
Bergplateau weithin sichtbar gelegene „Österreichische Montecassino“ wurde
anschließend besichtigt. Die Stiftskirche mit der klassizistischen
Doppelturmfassade, Freitreppe und Säulenvorhalle, sowie der Chor mit dem
gewaltigen, säulengeschmückten Hochaltar des flämischen Bildhauers Hermann
Schmidt, beeindruckte alle. Die Krypta mit dem „Göttweiger Gnadenbild“, einer
gotischen Pieta, zieht zahlreiche Wallfahrten an. Göttweig wurde um 1072 von
Bischof Altmann von Passau gegründet. Nach verheerenden Bränden im Jahre 1580
wurde es 1718 nach Plänen J. Lukas von Hildebrandts ein großartiger Neubau im
Barockstiel erbaut. Beim Mittagessen im Stiftsrestaurant wurde der einmalige
Panoramablick in die Wachau und das Donautal genossen. Anschließend ging es
weiter nach Wien. Nach Hotelbezug in der Innenstadt wurde am Abend der Prater
besucht und eine Fahrt mit dem Riesenrad durfte nicht fehlen.
Am nächsten Tag wurden die Sehenswürdigkeiten von
Wien besichtigt. Die Belvedere Schlösser, diese ließ der Türkensieger Prinz
Eugen nach einem Vorbild des Versailler Schlosses erbauen. Das untere Schloss
diente als Wohnschloss, das Obere Belvedere als Repräsentationsschloss. Vorbei
an der Oper, dem Burgtheater führte ein Abstecher zum viel bestaunten
fröhlich-bunten Hundertwasserhaus in der Löwengasse. Hier hat der Wiener
Künstler Hundertwasser seine Idee vom „Wohnen der Zukunft“ Gestalt gegeben. Nach
Besichtigung der Hofburg wurde eine Mittagspause eingelegt und einige ließen es
sich nicht nehmen das bekannte Hotel-Cafe Sacher aufzusuchen und einen Kaffee zu
trinken. Am Nachmittag wurde Schloss Schönbrunn besichtigt, das seit 1996
zusammen mit dem Park zum Weltkulturerbe der UNESCO ZÄHLT: Das Schloss wurde in
zwei Etappen 1694-1749 gebaut. 1441 Zimmer verfügt das Schloss „nur 40
Schauräume“ sind beim Rundgang zu besichtigen. Zum Abschluss der Stadtrundfahrt
wurde noch der Stephansdom, unweit unseres Hotels, besucht. Der Abend klang in
Grinzing beim Heurigen, einer deftigen Brotzeit und Schrammelmusik aus.
Ins Burgenland und dem Neusiedler See ging es am
nächsten Tag. Im Seewinkel wurde die Basilika Frauenkirchen besichtigt. Ein
Franziskanerpater führte durch die Kirche. Sie war ein Geschenk im Jahre 1669
von Graf Paul Esterhazy. Sie ist 53 m lang, 18 m breit und bietet 2000 Gläubigen
Platz und ist somit die größte Kirche des Burgenlandes. Die „alte“ Sakristei von
1697 wurde 1970 zerstört, aber Pater Michael Schlatzer hat 1997 aus den Resten
eine neue Sakristei gestalten lassen. Diese – sonst nur durch ein Gitter zu
sehen – durften wir besichtigen und die vorhandenen Schätze bestaunen. Weiter
ging es durch die Puzstalandschaft des Seewinkels nach Illmitz. Hier wartete ein
Schiff auf uns. Bei einer Grillparty mit Musik, Tanz und viel Wein, kam man nach
3-stündiger Fahrt auf dem Neusiedlersee in Mörbitsch an. Unser Bus brachte uns
nach Rust um die Partnerstadt von Kulmbach zu besichtigen. Anschließend wurde
noch die Landeshauptstadt des Burgenlandes, Eisenstadt am Südhang des
Leithagebirges, besichtigt. Sehenswert war die Bergkirche Mariä Heimsuchung mit
dem Haydn-Mausoleum und das Schloss Esterhazy. Hier in Eisenstadt schrieb Joseph
Haydn einen Großteil seiner Meisterwerke. Alljährlich finden hier noch
Schlosskonzerte statt. Am Abend wurde ein Stadtbummel in Wien durch die Kärnter
Straße unternommen, wo reges Treiben herrschte.
Auf der Rückfahrt am Sonntag ging es über den
Semmering (985m), der Passhöhe zwischen Niederösterreich und der Steiermark, zum
berühmtesten österreichischen Wallfahrtsort nach Mariazell. Die sonst weithin
sichtbare dreitürmige Wallfahrtsbasilika, wird derzeit außen renoviert und war
eingerüstet. Dafür erstrahlte sie im Innern im herrlichen Glanz, da die
Renovierungsarbeiten eben fertig gestellt wurden. Beeindruckend war die
Gnadenkapelle, ein von silbernen Säulen getragener, reich vergoldeter Baldachin,
mit dem spätromanischen Gnadenbild von J. E. Fischer von Erlach. Hier konnten
wir an der Wallfahrtsmesse des Bauernbundes Graz, von Pfarrer Roppelt
mitzelebriert, teilnehmen. Dieser feierliche Gottesdienst, gestaltet vom
Gesangverein Dobl, der Teile aus der „Steirischen Messe“ sang, wird allen noch
lange in Erinnerung bleiben. Gestärkt im Hotel-Gasthof Kirchenwirt, wurde die
Heimreise angetreten.
Fahrer Adam
Jacob von Merkel-Reisen brachte die Teilnehmer am späten Abend wieder
wohlbehalten in Stadtsteinach an.
Marianne Hattinger