Pfarrwallfahrt der Superlative mit dem
Ziel „Rom“
Alle Wege führen nach Rom, so
sagt uns ein altes Sprichwort. Das dachten auch 133 Wallfahrer aus der Pfarrei
St. Michael, Stadtsteinach und einige Gäste, die gerne auf diese Reise
mitgenommen worden waren. Am Festtag „Mariä Geburt“, an dem bekanntlich die
Schwalben in Richtung Süden fliegen, hatten die Pilger ihre Koffer und
Musikinstrumente in zwei Busse verstaut und waren ebenfalls nach Süden
aufgebrochen. Nach einer 16-stündigen Nachtfahrt, die über den Brenner durch
Südtirol, die Toskana und Umbrien führte, erreichten die Stadtsteinacher
schließlich die „Ewige Stadt“ an den Ufern des Tiber. Doch bevor man hier
den obligatorischen Spaziergang durch die geschichtsträchtigen Ruinen von
Kolosseum oder Forum Romanum beginnt, ist es besser, sich erst einmal etwas
häuslich nieder zu lassen. Das 4-Sterne „Ergife Palace Hotel“ mit seinen
1.000 Zimmern war für die Reisegruppe aus Oberfranken bereits gebucht und
sollte für sechs Nächte zur Erholung dienen.
Gleich nach dem Zimmerbezug war
Geschichte angesagt. Hauptreiseleiter Klaus Jeska, der die Pilgergruppe während
ihres 6-tägigen Aufenthalts in Rom betreute, hatte einige Fremdenführer
organisiert, die sonst nur für ganz besondere Gruppen eingesetzt werden. So
führte die deutsche Archeologin Tanja Schulz aus Bonn, die seit über 10 Jahren
in Rom lebt und arbeitet die „rote Gruppe“ zum Triumphbogen des Kaisers
Konstantin neben dem Kolosseum, der mit einer Höhe von 21 m, einer Breite von
25,7 m und einer Tiefe von 7,4 m das größte und am besten erhaltene der
römischen Siegesmale ist.
Besonders eindrucksvoll wirkte
das Amphitheater der Flavier, das Kolosseum auf die Besucher, das in nur 8
Jahren Bauzeit im Jahre 80 n. Chr. eingeweiht worden war. Die Ehrfurcht der
Menschen des Mittelalters über dieses gewaltige Bauwerk mit seinen kolossalen
Ausmaßen drückte der gelehrte Ordensmann Beda Venerabilis aus, wenn er sagte:
„Solange das Kolosseum steht, steht auch Rom; wenn das Kolosseum fällt,
fällt auch Rom; wenn Rom untergeht, vergeht auch die Welt.“ Auch wenn es
heute als guterhaltene Ruine da steht, ist es das schönste Wahrzeichen des
römischen Volkes.
Gänzlich in die antike
Geschichte Roms konnten die Besucher dann eintauchen, als Tanja Schulz sie über
die Via Sacra durch das Forum Romanum zum Kapitol führte. Hier auf diesem
Trümmerfeld war die Fantasie gefordert. Die ersten Bauten auf der Senke
zwischen den Hügeln waren Tempel. Dann entstanden Verwaltungsbauten der
Republik, zu denen sich schließlich Markthallen gesellten. Auch in der
Kaiserzeit war das Forum religiöser, politischer und wirtschaftlicher
Mittelpunkt Roms.
Vom Kapitol, dem Herz der
Weltstadt, ist zunächst von der Terrasse hinter dem Senatorenpalast aus ein
herrlicher Überblick über das Forum Romanum möglich. Auf dem weiteren
Rundgang gelangt man zum Sympoltier der Stadt, der Römischen Wölfin, die die
beiden Renaissance-Figuren von Romulus und Remus säugt. Sie sollen der Legende
nach die Stadt gegründet haben. Das Zentrum der Piazza del Campidoglio bildet
das einzige erhaltene antike Reiterstandbild aus Bronze, das den Kaiser Mark
Aurel zeigt. Von hier aus ist ein wunderschöner Blick über Michelangelos
flache Treppen hinunter auf die Piazza Venezia möglich.
Bei wunderschönem Wetter war am
kommenden Tag ein Besuch in den Vatikanischen Gärten durch die Vermittlung des
Enchenreuther Legationssekretärs DDr. Rüdiger Feulner, der seit dem 1.
September in der Vatikanbotschaft in Wien zu Hause ist, zustande gekommen, ein
Privileg, das nur wenige Gruppen genießen dürfen. So erfuhren die
Stadtsteinacher aus berufenem Munde, dass hinter der Peterskirche von Papst
Johannes Paul II. ein Gebäude in Auftrag gegeben war, in dem sich ein Altenheim
für Geistliche befindet. In diesem Gebäude werden bei der nächsten Papstwahl
die Kardinäle untergebracht, während die jetzigen Bewohner für die Zeit der
Papstwahl in Hotels der Stadt einquartiert werden. Auch konnten eine Reihe von
Zweckbauten, Kirchen und Verwaltungsgebäude sowie die Sendeanlagen von Radio
Vatikan, alle natürlich nur von außen, angesehen werden. Sehr eindrucksvoll
war die unterschiedliche Bepflanzung und die verschiedene Brunnenanlagen.
Erstaunt waren die Besucher darüber, dass der Vatikan über einen eigenen
Bahnhof verfügt, der heute allerdings nur noch untergeordnete Bedeutung hat,
nachdem der Papst den Vatikan hauptsächlich mit dem eigenen Hubschrauber
verlässt. Nach diesem eindrucksvollen Blick hinter die Kulissen standen am
Nachmittag die Vatikanischen Museen mit der Sixtinischen Kapelle auf dem
Programm. Hier hatte sich wieder wie bereits am Vortag u.a. die Archäologin
Tanja Schulz als Reiseführerin zur Verfügung gestellt. Mit einem enormen
Wissen und vielen Episoden aus der reichen Geschichte des Vatikans verstand sie
es, ihre Gäste zu fesseln. Bevor sie ihre Besucher allerdings in die
Sixtinische Kapelle, in der Erklärungen nicht zulässig sind, entließ,
erläuterte sie anhand von Schautafeln das Innere der Kirche, wies auf
Besonderheiten und ihre Entstehung hin. Dann folgte ein Besuch im Inneren der
wohl berühmtesten Kirche der Christenheit, der Peterskirche, deren erste Kirche
nach der Überlieferung von Kaiser Konstantin über dem Grab des Apostelfürsten
Petrus errichtet worden war. Von 1506 bis fast zum Ende des 18. JH wurde
schließlich an der heutigen Peterskirche gebaut. Eine Vielzahl von Architekten
und Künstler wie Raffael, Peruzzi, Michelangelo, Carlo Maderna und Bernini, um
nur einige zu nennen, haben die Pläne des Architekten Bramante und seines
Auftraggebers Papst Julius II. in etwas abgeänderter Form vollendet. Diese
Kirche, die 60.000 Gläubigen Platz bietet, mit all ihren Sehenswürdigkeiten zu
beschreiben, würde den Rahmen dieser Berichterstattung sprengen. Ebenso muss
man persönlich auf dem Petersplatz gestanden haben, um die eindrucksvolle
Größe zu erleben. Eigentlich besteht dieser Platz aus einer 240 m langen
Ellipse und einem Trapez, die Piazza Retta, die zur Kirche hin breiter wird und
auf langen Stufen zwischen den Statuen der Apostelfürsten Peter und Paul
ansteigt. Sicher an Hochfesten ein besonderes Erlebnis, wenn Hunderttausende
Gläubiger mit dem Papst Eucharistie feiern.
Zum Abschluss dieses
Vatikanischen Erlebnisses feierte Dekan Hans Roppelt mit seinen Pilgern in der
deutschen Kirche Composanto Teutonico Eucharistie.
Papstaudienz
Zu der am Mittwoch, 11. Sept.
2002, stattfindenden Papstaudienz hatte DDr. Rüdiger Feulner die Pilgergruppe
aus Stadtsteinach ebenfalls angemeldet und vermittelt, dass die Abordnung des
Stadtsteinacher Musikvereins vor dem Papst ein Marienlied spielen durfte.
Während die Stadtsteinacher Pilgergruppe in der Audienzhalle Platz nahm, hatte
DDr. Feulner für die Erste Bürgermeisterin Anneliese von Ramin und Dekan Hans
Roppelt zwei Ehrenkarten besorgt, so dass sich beide in unmittelbarer Nähe des
Hl. Vaters platzieren durften. So war es ihnen dann auch möglich, bei der
Einzelaudienz im Namen der Stadt Stadtsteinach ein Geldgeschenk und im Namen der
Pfarrei St. Michael eine wunderschön geschnitzte Michaelistatue zu überreichen
und einige persönliche Worte mit dem Hl. Vater zu wechseln. Die Michaelistatue
hatte Max Scherer aus Marienweiher nach einem Foto der Patronatsfigur aus der
Kirche St. Michael in Stadtsteinach meisterhaft geschnitzt und damit ein Werk
von einmaligen Wert geschaffen. Während der Generalaudienz war der Hl. Vater
insbesondere auf die tiefere Bedeutung des 11. September 2001 eingegangen.
Dieser Tag, so der Papst, rufe die Grauen erregenden Attentate in Erinnerung,
durch die vor einem Jahr viele unschuldige Menschen ihr Leben verloren hätten.
„Wir beten für die Opfer des sinnlosen und barbarischen Terrorismus sowie
für ihre Familien. Keine Philosophie, keine Religion und auch keine
Unrechtserfahrung können tödliche Anschläge rechtfertigen, die sich gegen das
Leben und die unveräußerliche Würde des Menschen richten. ...“ Bei den
Grußworten an die deutsche Sprachgruppe wurde u.a. auch die Pilgergruppe der
Pfarrei St. Michael Stadtsteinach besonders erwähnt. Am Ende der Audienz
spielte der Musikverein Stadtsteinach das „Großer Gott wir loben dich“, das
von den Gläubigen aus Deutschland und Polen kräftig mitgesungen wurde und dem
Hl. Vater zu einem freudigen Winken veranlasste.

Nach einer Mittagspause erfolgte
ein Ausflug nach Tivoli, wo im Garten der Villa d’Este, der Königin der
Villen, die bekannte Allee der hundert Brunnen und die Fontana dell’Organo,
deren Wasserspiele einst eine Orgel erklingen ließen, besichtigt werden
konnten. Den Abschluss dieses Tages bildete ein Besuch im Sommersitz des Papstes
in Castel Gandolfo.
Ausflug nach Montecasino und ans
Mittelmeer
Mit dem Leben des hl. Benedikt
und der Gründung des Benediktinerordens wurden die Wallfahrer aus Stadtsteinach
dann am nächsten Tag auf dem Montecasino konfrontiert. Hier hatte der hl.
Benedikt im Jahre 529 mit dem Bau dieses Klosters auch den Orden begründet. Im
11. JH galt das Kloster als eines der reichsten der Welt und war eine berühmte
Stätte von Kunst und Wissenschaft. Die vom hl. Benedikt eingeführte
Ordensregel „ora et labora – bete und arbeite“ ist bis auf den heutigen
Tage erhalten geblieben. Anders erging es dem Kloster selbst. Bis auf die Krypta
selbst sind die Gebäude kaum älter als 30 Jahre. 1943/44 wurde das Kloster von
amerikanischen Verbänden bombardiert und völlig zerstört, obwohl dort
keinerlei Militär im Kloster vorhanden war. Die Italiener bauten das Kloster
dann nach alten Plänen wieder auf. In der Grabkapelle des hl. Benedikt feierten
die Stadtsteinacher dann eine Eucharistiefeier, bei der Dekan Hans Roppelt
insbesondere auf die Ordensregel des
hl. Benedikt einging. Der Nachmittag stand zur freien Verfügung. Die
Reisegruppe verbrachte ihn in Gaeta, einer Stadt unmittelbar am Mittelmeer.
Während die einen einen Bummel in die Stadt unternahmen, nutzten insbesondere
die jüngeren Fahrtteilnehmer die sommerliche Temperatur zu einem erfrischenden
wohltuenden Bad im Meer.
St. Paul vor den Mauern und ein
Besuch in der Kalixtus-Katakombe
Die Basilika St. Paul vor den
Mauern war am nächsten Tag Ziel der Reise. Über dem Grab des Apostels Paulus,
der hier im Jahre 67 n. Chr. enthauptet wurde, hatte Kaiser Konstantin bereits
eine erste Basilika errichten lassen, die im 4. oder 5. JH durch römische
Kaiser erneuert wurde. Diese Säulenbasilika war bis zum Bau der Peterskirche
der größte Sakralbau der Welt. Anschließend erfolgte ein Besuch der
Kalixtus-Katakombe. Hier erfuhren die Besucher, dass die Katakomben nicht wie
früher angenommen geheime Versammlungsstätten der Christen waren, sondern eine
Grabanlage. Die weitläufige Anlage birgt in einer komplizierten Folge von
Gängen in mehreren Stockwerken etwa 170.000 Grabstellen. Bisher sind rund 20 km
des Gangsystems wissenschaftlich untersucht. Auf einem überdachten Altar über
dem Gräberfeld feierten die Pilger aus Oberfranken eine weitere
Eucharistiefeier.
Nach einer Weinprobe und einer
Brotzeit in dem malerischen Städtchen Frascati mit seinen herrlichen Villen aus
dem 16. und 17. JH ging es zurück in die Stadt, wo mit einer Besichtigung der
Lateranbasilika, dem Sitz des Bischofs von Rom, und der Kirche Santa Maria
Maggiore der Tag ausklang.
Am letzten Tag des
Romaufenthaltes fuhren die Stadtsteinacher dann mit der Metro in die Altstadt,
wo sie sich auf der Piazza di Spagna trafen, um gemeinsam die Spanische Treppe
zur französischen Kirche „Trinità del Monti“ hochzusteigen und die
Aussicht über die Hügel von Roms zu genießen. Durch die Via Condotti, die
Hauptgeschäftsstraße der italienischen Modeschöpfer, ging es dann durch
verschiedene Straßen der Altstadt zum Trevi-Brunnen, in den man ein Geldstück
über die linke Schulter werfen soll, um wieder einmal nach Rom zurückzukehren.
Dann versammelten sich die Wallfahrer zum Abschlussgottesdienst in der Kirche
„Santa Maria sopra Minerva“, der vom Musikverein und dem Organisten
Christian Büttner festlich umrahmt wurde. Dieser eindrucksvolle Gottesdienst
lockte auch zahlreiche zufällig vorbeikommende Touristen an, die gemeinsam mit
den Pilgern aus Stadtsteinach Eucharistie feierten.
Nach dem Gottesdienst wurde das
Pantheon und die Piazza Navona mit Berninis Vierströmebrunnen besichtigt.
Anschließend stand der Nachmittag zur freien Verfügung. Am Sonntagmorgen
traten die Stadtsteinacher die Rückreise an, die allerdings durch einen
technischen Defekt in der Elektronik des Doppeldeckers zu einer wesentlichen
Verzögerung beitrug. Kein Nachteil ohne entsprechendem Nutzen: Die Reisenden
konnten während des technisch notwendigen Aufenthalts in Südtirol die dortige
Küche in Auer genießen.
Alles in allem aber kann diese
Pilgerfahrt trotz der großen Teilnehmerzahl als gelungen betrachtet werden.
Dafür gilt den Organisatoren Dekan Hans Roppelt, Pfarrpraktikant Oliver Schütz
und Pfarrsekretärin Marianne Hattinger für die gute Vorbereitung und
Durchführung und dem Hauptreiseleiter Klaus Jeska mit seinem Stab an
qualifizierten Fremdenführern für die Betreuung der Gäste in Rom ein ganz
herzliches „Vergelt’s Gott“. Durch ihr geschicktes Zusammenwirken war
diese Reise für alle nicht nur Pilgerfahrt, sondern ein gelungenes Erlebnis in
der Ewigen Stadt. Ein besonderes Dankeschön gilt aber auch den Musikern des
Musikvereins Stadtsteinach, die sich spontan bereit erklärt hatten, ihre
Instrumente trotz der schon vorher bekannten Transportschwierigkeiten
mitzunehmen und so dieser Pfarrwallfahrt erst die überaus festliche Umrahmung
gaben.
Manfred Ziereis

Römische Erfahrungen unseres
Berichterstatters
Tage vor Antritt der Reise erfuhr
Manfred Ziereis, dass die Übernachtung der Reisegruppe in einem
Viersterne-Hotel mit 1.000 Zimmern erfolgen soll. Scherzhaft äußerte er
gegenüber der Pfarrsekretärin Marianne Hattinger, dass wohl jeden Abend die
Zimmer neu unter den Teilnehmern verlost würden. In seinem Fall ist es fast so
gekommen. Hatte er zunächst das Appartement 4730 für 2 Nächte, stellte er am
Abend des 3. Tages eine undichte Stelle in der Klimaanlage fest, die bereits den
Teppichboden in Mitleidenschaft gezogen hatte. Telefonisch verständigte er
pflichtbewusst die Rezeption. Doch deutsche Sprache wird in Rom nicht gesprochen
und verstanden. So wurde die Verständigung in englisch mit „Water in the room“
versucht. Was Klimaanlage auf Englisch heißt, war ihm im Moment entfallen.
Allerdings war auch der Reiseleiter von dem Missgeschick informiert worden, der
seinerseits die notwendigen Schritte unternahm. Wie groß allerdings war das
Erstaunen, als nach ca. 20 Minuten statt des erwarteten Technikers der
Zimmerkellner im Livree mit einem Tablett, zwei Gläsern und einer großen
Flasche Wasser erschien. Als ihm mit Händen und Füßen schließlich die
Situation begreiflich gemacht wurde, konnte auch er nur noch schallend lachen.
Schließlich erschien der
Techniker und wies ein neues Appartement zu (4703). Der Umzug erfolgte.
Allerdings wurde erst nach dessen Abschluss bemerkt, dass hier die Klimaanlage
noch mehr Wasser abließ. Kurz vor Mitternacht dann das 3. Appartement (4705).
Geschafft und völlig durchgeschwitzt versuchte nun unser Berichterstatter sich
zu duschen. Doch das Wasser in der Dusche war eisig kalt, am Waschbecken ging
nur das heiße Wasser. Völlig entnervt ging es ins Bett. An Schlaf allerdings
war nicht zu denken, da die Klimaanlage einen dermaßen Radau machte, dass man
glauben konnte in einem Güterwaggon zu übernachten. Und einfach ausschalten
war leider auch nicht möglich. Insgesamt gesehen ein unhaltbarer Zustand. Eine
Beschwerde an der Rezeption führte zur Zuteilung des 4. Appartements (4615).
Der Einwand, dass diese Räumlichkeit erst am Abend bezogen werden könne, wurde
akzeptiert. Nach Rückkehr vom Ausflug nach Montecasino wurde dieses Appartement
zunächst inspiziert, um nicht nochmals eine Pleite erleben zu müssen. Nach dem
Öffnen der Tür kamen zwei aufgescheuchte ältere Damen entgegen, denen dieses
Appartement im Verlauf des Tages vermietet worden war. Nun war die Geduld am
Ende. Lautstark wurde der Hotelmanager herbeizitiert und über die erfolgte
Behandlung Beschwerde geführt. Nach eingehender Besprechung mit entsprechender
Übersetzung ins Englische, die Oliver Schütz vornahm, kam eine entsprechende
Entschuldigung der Hoteldirektion und als Entschädigung fast ein Hauptpreis
zustande, nämlich eine Suite (2735), in der alles funktionierte und für die
restlichen Nächte an einen ausreichenden Schlaf zu denken war. Fazit von Dekan
Hans Roppelt, der sich diese Räumlichkeiten auch betrachtete: Nun darf ich auch
anfangen mich zu beschweren, damit ich auch ein besseres Zimmer bekomme.