Eine Wallfahrt mit volkskundlichen Einlagen, Bibelbrot und Prachthandschriften
Vorher Regen,
nachher Regen und dazwischen eine Wallfahrt bei strahlendem Sonnenschein! Dank
dieses Schönwettefensters entschlossen sich auch 2010 wieder zahlreiche
Mitglieder der beiden Stadtsteinacher Kirchengemeinden, am Pfingstmontag nach
Römersreuth zu wallen.
Wie jedes
Jahr wurde unterwegs an zwei Stationen für eine kurze Besinnung innegehalten.
Außerdem bekamen die Teilnehmer von Josef Madl interessante volkskundliche
Erläuterungen zu am Weg liegenden Gedenksteinen und Marterln. Bei ihrem
Eintreffen wurden die Waller erstmals von dem im letzten Jahr geweihten
Glöcklein begrüßt.

Nach der
Andacht erlaubte es das Wetter noch bei Kuchen und Kaffee oder einen kleinen
Brotzeit gemütlich beieinander zu sitzen.
Wer Lust auf
etwas Besonderes hatte, konnte ein in Form einer Jakobsmuschel gebackenes
Bibelbrot verkosten, das aus zwölf in der Bibel ausdrücklich genannten Zutaten
besteht.

In der
Kapelle war ein Faksimile des berühmten Perikopenbuchs Heinrichs II. ausgelegt.
Aufgeschlagen war die Seite mit dem Pfingstwunder. Interessierte konnten sich
noch weitere Prachthandschriften und originelle Buchformen ansehen und erklären
lassen

Für das
Aufstellen der Tische und Bänke sowie der frischen Birken, für die vielen
Kuchenspenden, für das Bereitstellen von Räumlichkeiten und die Mithilfe beim
Verkauf sei allen Römersreuthern herzlich gedankt.
Der Ertrag
von über 400 Euro fließt auch heuer wieder den beiden Gemeinden zu gleichen
Teilen zu.
Armin
Pfreundner
Fotos: Sonny Adam