Neue Gewänder und Jubiläum der Stadtsteinacher Schola
Die Schola
der katholischen Pfarrei St. Michael feiert in diesem Jahr ihr 40-jähriges
Jubiläum. Zu diesem Anlass hat sich die Sängergruppe neu eingekleidet.
Am
Palmsonntag, den die Schola alljährlich mitgestaltet hat, stellten sie sich der
Gemeinde erstmals im neuen Gewand vor.
Laut Reinhold
Rogen, dem Leiter der elfköpfigen Gruppe, haben die Sänger alles aus eigener
Tasche bezahlt. Ihr besonderer Dank galt Jonny Spörl, der den Stoff preisgünstig
besorgte und Hans Tempel, der die Schnitte fertigte. Einige Frauen standen ihm
dann bei den zeitaufwändigen Näharbeiten hilfreich zur Seite.

Besonders
pfiffig war die Idee der austauschbaren Kragen in den jeweiligen Farben des
Kirchenjahres.



Die
„Schola Cantorum“ (lat. Sängerschule) ist eine Gruppe von Männern die seit
nunmehr 40 Jahren in der Pfarrei St. Michael die wichtige Aufgabe der
Mitgestaltung der Gottesdienste und der Feierlichkeiten erfüllen. Reinhold Rogen
kümmert sich seit langer Zeit um die Organisation der Proben, wählt das Liedgut
aus und leitet dessen Einstudierung und die Gestaltung. Trotz der, über diesen
langen Zeitraum unvermeidlichen, personellen Veränderungen innerhalb der Schola
hat sich die Gruppe stabil über die Jahre erhalten, so Rogen. Die ersten Sänger
kamen aus der Pfadfinderbewegung und den Ministranten. Treffpunkt war damals die
alte Pfarrscheune. Ein altes Harmonium mit Tretbetrieb diente der Begleitung.
Durch die Erneuerung der Liturgie durch das II. Vatikanische Konzil im Jahre
1970 brachte der Schola neue Aufgaben und eine verstärkte Mitarbeit in den
Gottesdiensten.
Aus
den festlichen Gottesdiensten des Kirchenjahres sind die Sänger nicht mehr
wegzudenken. Aber auch andere Feierlichkeiten, wie zum Beispiel die
Seniorenweihnachtsfeier, den Festgottesdienst anlässlich der 850-Jahrfeier der
Stadt oder das Priesterjubiläum von Pfarrer Michel, um nur einige zu nennen,
haben sie mitgestaltet. Das Repertoire der Schola bietet mittlerweile reiche
Auswahl. Von festlichen Psalmen und Gesängen, über lateinische, mehrstimmige
aber auch moderne religiöse Lieder, auch in Begleitung von Gitarre und Keyboard,
gibt es kaum etwas das die Männer nicht beherrschen. Dass der Gesang immer gut
bei den Zuhörern ankommt, kann man bei den Festgottesdiensten spüren. In 40
Jahren verändert sich vieles, aber die Schola kann man als eine feste
Institution in der Gemeinde sehen.
Rosi Korkisch