Gäste sind ein Segen...
...was für
den Weltjugendtag als Werbung für Gastfamilien gewählt wurde, ist für alle, die
im Stadtsteinacher Land polnische Jugendliche beherbergt haben, zur spürbaren
Wirklichkeit geworden. Intensive Begegnungen und Herzlichkeit vor allem in den
Familien, aber auch in den Gottesdiensten und fröhliche Ausgelassenheit bei
gemeinsamen Veranstaltungen haben die vier Tage Aufenthalt dieser jungen Leute
in unserer Pfarrei geprägt.
Mit ihrem
ganzen Wesen legten sie Zeugnis ab für ihren Glauben: mit ihrer Fröhlichkeit, in
ihren Worten und Erzählungen, in ihren Taten und Gesten. Es kam immer wieder zum
Ausdruck, wie wichtig Gott in ihrem Leben ist, dass sie voll und ganz auf IHN
vertrauen und ihr Leben in seine Hände legen, ohne wenn und aber. Wir konnten
viel von diesen Jugendlichen lernen. Sie waren wirklich ein Segen für uns.

Die
Jugendlichen haben bei uns Spuren hinterlassen. Am Tag des sozialen Engagements
wurden zwei Zimmer im Kindergarten gestrichen, im Altenheim wurde ein Zaun
gebaut, Kräutersträuße gebunden und Möbel gestrichen und bei der Landjugend in
Zaubach Unkraut gejätet und Getreide für die Erntekrone geschnitten. In den
Kirchen stehen selbst gestaltete WJT- Kerzen und auch in den Herzen der
Gastfamilien haben sie Spuren hinterlassen.
Diese Tage
der Begegnung vorzubereiten war gewiss nicht ganz einfach, dennoch hat alles
ganz gut geklappt und deswegen geht an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön
an Klaus Oberkofler und seinem Team. Ebenfalls ein Herzliches Dankeschön an alle
Gastfamilien, die mit großem Einsatz und Zeitaufwand ihre Jugendlichen betreut
haben.

Nachfolgendes
Gedicht (übersetzt
vom Polnischen ins Englische und vom Englischen ins Deutsche von Benedikt
Grimmler)
wurde während der Zeit in Stadtsteinach von einem polnischen
Jugendlichen namens Martin verfasst:
Du rufst mich
jeden Tag
so leise,
so freundlich.
Mit Liebe lädst du ein
zu lieben,
anders als die Welt,
die wir bauen
mit unseren Händen,
aus Sandkörnern
von den Ufern
die Du segnest,
mit einer leichten Welle
und einem zarten Hauch.
Nach einer harten Nacht,
nach einem Unwetter
zeigst Du den Weg
jedem Tropfen.
Du verlangst danach
jedes Körnchen zu küssen
um rein und hell zu machen,
um zu lieben,
um neues Leben zu geben,
um dich zu hören
und um bei dir zu sein,
ich in Dir,
Du in mir.